

Mehr kommen heute Abend ![]()
und nun ist heute Abend:








Hier wurde schonmal das kostenlose Laborwelt-Abo vorgestellt.
Für Viele waren in der Laborwelt allerdings die Themenblöcke zu spezifisch. Einmal waren die Nucleinsäuren zu sequenziert, ein anderes Mal die Zentrifugen zu ultra. Kurz gesagt: Für Einige zu biotechnologisch.
Deshalb möchte ich eine weitere kostenlose Zeitschrift vorstellen:
RESEARCH DAS BAYER-FORSCHUNGSMAGAZIN

Ja, es ist kein unabhängiges Wissenschaftsmagazin.
Dafür sind die Themen genauso breit aufgestellt wie das Unternehmen selbst.
So kann in einem Heft (rund 100 Seiten) neben einem Ansatz für personalisierte Krebstherapie, das Elektroauto und eine Hightech-Erdbebentapete behandelt werden. Der Schreibstil ist leicht verständlich, wobei aber nicht das Gefühl aufkommt, dass einem was vorenthalten wird, zudem findet man am Ende der Artikel Links zu weiterführenden Informationen.
Als besonderes Schmankerl gibt es das Forschungsmagazin neben deutsch noch in spanisch und englisch. Also eine super Gelegenheit fachspezifische Vokabeln mal aufzufrischen !
Ökologisch sinnvoll: Die Online-Portal : http://www.research.bayer.de/
Für auf die Hand: http://www.bayer.de/de/research.aspx
Warum diese Überschrift ?
Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber sobald ich erwähne mich im Spannungsfeld zwischen Chemie, Pharmazie und der Natur zu bewegen, ist zu 40 % die erste Frage danach: „Boah, kannst du denn schon LSD herstellen ?“
Meine übliche Reaktion war bisher klarzustellen, wie schwer eine derartige Synthese tatsächlich ist. Unzählige Schritte, instabile Zwischenprodukte, Giftige Ausgangsverbindungen und Zwischenprodukte (ganz abgesehen von der Anlage I, BtmG und GÜG)
In meinen Erklärungsversuchen fallen große Namen wie Hofmann oder Shulgin, welche sich im Bereich der (psychoaktiven) (Natur)stoffsynthesen verdient gemacht haben und mit denen ich mich nichtmal im gleichen Treppenhaus wähne, geschweige denn auf einer Stufe. Viele denken wohl es gibt die die Chemie können und die dies nicht können. Oh ich merke ich verliere mich in nem Nebenthema… Schreit nach nen späteren Eintrag…
Zurück zum Thema:
Die übliche „Absage“ wird langsam langweilig und führt bei den Fragenden meist zur Enttäuschung. Deshalb hier eine neue Antwortmöglichkeit:
Die lustige LSD-Synthese für Groß und Klein
Die Vorschrift gilt selbstverständlich nur der theoretischen Diskussion ! Zudem ist sie völliger Schwachsinn. Dennoch sollte von Anfang an mit Schutzkleidung in einen gut durchlüfteten Raum gearbeitet werden ! Offene Flammen und Kontakt mit Lebensmittel sind zu vermeiden !
Nun aber ran an die imaginierten Kolben :
Ich möchte etwas ausholen :
LSD, Lysergsäurediethylamid, oder wie es die IUPAC so schön ausdrückt „(6aR,9R)-N,N-diethyl-7-methyl-4,6,6a,7,8,9-hexahydroindolo[4,3-fg]quinoline-9-carboxamide“ ist in der „Szene“ unter den Begriffen Acid oder Trip bekannt.
LSD ist ein halbsynthetisches Produkt aus dem Ergotamin. Ergotamin ist also eine Vorstufe von LSD, was uns sehr viel Arbeit erleichtern wird.
Ergotamin wird vom auf Roggen schmarotzenden Pilz Claviceps purpurea (Fr.) Tul. produziert. Industriell werden die sogenannten Mutterkörner geerntet und extrahiert. Für die hier dargestellten Mengen, reicht es allerdings aus Roggenbier (z.B. Paulaner Roggen) zu extrahieren, da Ergotamin während dem Brauen nicht zerstört wird.
Nun gehts aber wirklich los:
1. Kaufe 6+X Flaschen Roggenbier, fülle etwas davon in einen Topf und erwärme die Flüßigkeit.
Wenn etwas Wasser und Alkohol verdampft sind, wird mit frischem Bier wieder auf den Ausgangsfüllstand aufgefüllt.
Während diesen Vorgang wird das Ergotamin immer mehr konzentriert, da es nicht verdampft. Wichtig ist jedoch, nicht zu heftig zu kochen, da das Ergotamin sonst zerstört werden könnte.
Dieser Schritt ist mit bis zu 24 Stunden der zeitaufwendigste, aber Geduld zahlt sich am Ende aus !
2. Die verbleibende zähflüssige Lösung ist durch das leicht saure Ergotamin zu sauer für Schritt 3. Deshalb müssen wir eine leichte Base hinzufügen, um das Ergotamin-Salz zu bilden. Achtung ! Natronlauge und Ähnliches wäre viel zu aggressiv ! Am Besten eignet sich deshalb Milch. Es sollte möglichst Fettfreie Milch verwendet werden um die späteren Reaktionen nicht zu stören. Pro Flasche Bier müssen etwa 10 ml Milch zugegeben werden. Wenn man anschließend noch 20 ml Überschuss hinzugibt, kann man sich das überprüfen des pH-Wertes sparen. Nach etwa 20 Minuten sollte sich das gewünschte Gleichgewicht eingestellt haben.
Wenn nicht gleich weitergearbeitet wird ist es notwendig die Flüssigkeit zu kühlen !
3. Um aus dem Ergotamin die Lysergsäure herzustellen muss an den Ergotamingrundkörper ein Lysin-Rest angefügt werden. Ich spare mir hier weitere chemische Exkursionen und komme gleich zum Praktischen:
Lysin ist eine essentielle Aminosäure und sollte in Vital-Läden, bei Schlecker oder in Apotheken erhältlich sein. Benötigt werden etwa 2 g Lysin. Wenn das Lysin noch kein Pulver ist, muss es zu Pulver verrieben werden. Anschließend kann das Pulver während leichtem Rühren der kalten Ergotamin-Lösung zugeführt werden. Um die Reaktion vollständig zu beenden muss nun kurz leicht erwärmt werden. Die Lösung darf nicht kochen !!!
Wir haben nun eine Lysergsäurelösung.
4 Die nächsten Schritte sind ganz logisch. Um von Lysergsäure zu Lysergsäure-diethyl-amid zu kommen müssen wir die Substanz Ethylieren und anschließend mit Ammoniak behandeln.
Um die zwei Ethyl-Reste anzufügen muss Ethanol (bei Zimmertemperatur) zugegeben werden. Optimal wäre reiner Ethanol, aber ein hochprozentiger Rum sollte es auch tun (da wir eh eine wässrige Lösung haben). Achtung bei Spiritus ! Der ist oft vergällt ! Diesen nicht verwenden !!
Vom puren Alkohol benötigt man rund 100 ml, von verdünnten entwprechend mehr.
Nun muss die Lösung erneut leicht gekocht werden (mit Deckel, um den Alkohol während der Reaktion nicht zu verlieren).
Die Alkoholgruppen (-OH) vom Alkohol reagieren nun mit den sauren H-Atomen der Lysergsäure (R-COO-H) zur Wasser (H2O). Da diese Reaktion keine Gleichgewichtsreaktion ist (Wasser ist zu stabil um zurück zu reagieren) sollten nach 15 Minuten alle Ethyl-Reste (aus dem Ethanol) fest an der Lysergsäure haften.
5. Als letzter Schritt muss nun Ammoniak zugefügt werden um aus unserer Verbindung das Amin herzustellen.
Dazu werden 40 ml Ammoniak-Lösung in die Lösung aus Schritt 4 gegeben.
Da diese entscheidende Reaktion bei Zimmertemperatur sehr langsam abläuft, wir beim Erwärmen das neugebildete Amin sofort wieder zerstören würden, kann von einer vollständigen Reaktion erst nach etwa 3 Tagen ausgegangen werden. Auch hier ist die Wartezeit wieder absolut notwendig.
6. Um den nicht abreagiert/überschüßigen Ammoniak zu neutralisieren können wir solange Zitronensäure zufügen bis es nichtmehr nach Ammoniak riecht. Der pH-Wert sollte unbedingt überprüft werden.
Gratulation !!! Die LSD-Synthese ist nun abgeschlossen.
_………… ____….____
| |………. / ___|….| _ \
| |…………\___ \…| | | |
| |___ ___) |…| | | |
|_____|____/….|___/
Achtung beim Umgang mit dem Produkt !!! Je nach Synthesebedingungen können sich im Topf über 1 Million Einzeldosen befinden !!
Wer hier keine Handschuhe trägt, ist verrückt oder wird es !
3-4 Tropfen sollten in etwa einer Dosis entsprechen, aber um die richtige Dosis rauszufinden sollte bei 0,5 – 1 Tropfen angefangen werden !
Kennen Sie das ?
Der Frühjahrsputz ist noch viele Monate entfernt und die DC-Platten stapeln sich schon wieder bis unter die Decke ?
Ja ? Dann basteln Sie bestimmt auch gerne Dinge aus ihrem Hausmüll und verschenken diese als Kunst ?
Sehr gut !
Dann werden wir heute zwei Kinder mit einer Rute schlagen:
Wir werden aus einer alten Dünnschichtchromatographieplatte (Alu) ein Duftlämpchen basteln.
1. Schritt: Wir benötigen ein Teelicht (als Form zu Beginn am besten mehrere), 2 kleine Stücke Draht (Cu,massiv lässt sich sehr gut biegen, gibts aus dicken Strohmkabelsträngen), ein Uhrglas und etwas Duftzeugs:

Als Werkzeug ist folgendes hilfreich:

2. Schritt: Zuerst sollte möglichst rückstandsfrei die DC-Platte abgeschabt werden [Das Kieselgel unbedingt sammeln !!!! Bald kommt der Bastelworkshop „HPLC für Arme“]. Dünne Kieselgelreste lassen sich mit nem Küchenschwamm unter fließenden Wasser gut abreiben.

3. Schritt: Nun legen wir ein paar Teelichter hintereinander und rollen die nackte DC-Platte um die Teelichter. Es sollte ein Zylinder entstehen (achtet darauf, dass die schöne Seite nach aussen zeigt !). Der Zylinder wird vorrübergehend mit Tesa fixiert.

4. Schritt: Anschließend müssen die Sauerstoffdurchlassöffnungen fürs Teelicht geschaffen werden. Dazu bohrt man etwas oberhalb des untersten Teelichtes ein paar Löcher durch den Aluzylinder (Achtung, zuviel Druck beim Bohren kann den Zylinder verformen)

5. Schritt: Ist Schritt 4 erledigt muss das Klebeband weg. Wer die Teelichter noch nicht entfernt hat sollte dies jetzt tun. Damit dann nicht alles auseinanderfällt pieksen wir kleine Löcher (je 2 auf gleicher Höhe) dort in den Zylinder, wo sich 2 Schichten DC-Platte überschneiden. Wie im Bild könne die zwei Schichten dann verdrahtet werden.

6. Schritt: Zum Abschluss muss noch ein passendes Uhrglas drauf, und das Teilchen über ein Teelicht. Ins Uhrglas kann dann Wasser mit z.B. ätherischen Ölen gegeben werden. Fertig.

Wenn man kurz vor der weihnachtlichen Bescherung Besteck verbiegt, einpackt und für Freunde und Familie unter den Baum legt, dann rächt sich das spätestens am nächsten Geburtstag.
Warum ? Niemand mag Löffel von denen wieder alles runterläuft, jedeR hasst Gabeln bei denen sich die Hand verkrampft und Messer deren Klinge um 180° gebogen ist dienen nur der Selbstverletzung.
Ganz anders ist das wenn man Glasstäbe biegt.
Das macht Spass, ist relativ billig, ästhetisch und der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Im Folgenden möchte ich beispielhaft zeigen wie man eine Duftöllampe macht:
Man benötigt:
* einen Bunsen-/Teclu-/Katuschenbrenner
* einen Glasstab (30 cm lang, 5,5 mm Durchmesser)
* ein Uhrglas (40 mm Durchmesser)
* Duftöl/Wasser
* 15 Minuten Zeit
Allgemeines:
Mit den genannten Brennern sollte es ohne Probleme möglich sein den Weichpunkt von Glas zu erreichen. Da wir nur Glasstäbe verarbeiten sollte auch die gleichmäßige Erhitzung kein Problem sein. Ein großer Vorteil von Glas als Werkstoff ist, dass es -in unseren Maßstäben- nahezu beliebig oft „nachkorrigiert“ werden kann. Ein Nachteil ist, dass es schon etwas warm werden kann… Verbrennt euch nicht… Und denkt an die Treibhausgase !
1. Schritt:
Alles zurechtlegen

2. Schritt:
Den „Standfuss“ so biegen, dass ein Teelicht in die Mitte passt.

3.Schritt:
Am anderen Ende einen Kreis biegen, der später das Uhrglas halten wird. Hier kann schon auf Standfestigkeit überprüft werden. Wenn der Schwerpunkt des oberen Endes nicht in der Mitte des Standfußes ist, so sollte man dies möglichst bald korrigieren.

4. Schritt:
Nun muss noch das Uhrglas auf den oberen Ring gelegt werden. Es sollte nicht von alleine runterrutschen oder klappern

5. Schritt:
Wasser und Duftöl etc. ins Uhrglas, Kerze Teelicht unten rein und losgehts !

Fertig:
So siehts in Betrieb aus:

Referer der letzten 24 Stunden:
- google.com (14)


